Die Mariazellerbahn Das entstand aus meiner Initiative: Ein erfolgreicher Verein und volle Züge Voller Zug!
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Nachlese

Version Sommer 1998: "Initiative 100 Jahre Mariazellerbahn"

Zur Dokumentation wird hier die alte Startseite gezeigt,
der Text und die Bilder bleiben weitgehend unverändert,
Links werden updated, das Aussehen wurde dem aktuellen Design angepaßt.

Der Zwischenschritt

Die neue Initiative: Mzb goes 200(0)

Langversion des Titel: Die Mariazellerbahn in den zweiten einhundert Jahren oder die Mariazellerbahn auf der Schwelle zum Jahr 2000.

Ausgangspunkt der Initiative 100 Jahre Mariazellerbahn war der Gedanke, daß durch die 100-Jahr-Feier eine Initialzündung für die verträumte Region an der Mariazellerbahn möglich sein müßte.
Nun geht es um etwas ganz anderes, nämlich die Sicherung des schwerst defizitären Betriebes auf der Bergstrecke.

Mit der nun vorliegenden Studie zur Situation rund um die Mariazellerbahn liegen mehrere durchgerechnete Szenarien (von defensiv bis stark offensiv) als Basis für weitere Entscheidungen vor. Meines Erachtens wurden alle relevanten Daten seriös erhoben und es liegt nun an der Region, welches dieser Modelle als Basis für weitere Entscheidung herangezogen wird.

Einige bemerkenswerte Ergebnisse, die von manchen Kreisen aber gar nicht gerne gehört (gelesen) werden:
- der Güterverkehr kann derzeit keine deutliche Ergebnisverbesserung bringen
- Triebwagen sind im Betrieb wesentlich besser zu disponieren
- Tourismuszüge sind mit dem vorhandenen Material nicht kostendeckend zu führen.

Aus den Festreden ist eindeutig zu entnehmen, daß von der hohen Politik derzeit eine Einstellung des Betriebes auf der Bergstrecke nicht goutiert wird, es wurde aber auch sehr deutlich darauf hingewiesen, das aus der Region deutlichere Signale kommen müssen.

Auf Basis dieser Fakten werde ich versuchen, aus der Region eine merkbare Ergebnisverbesserung zu erwirken. Mehr dazu aber erst dann, wenn die wichtigsten Vorgespräche geführt sind.
Ich habe es zur Genüge erlebt, wie meine Vorschläge (Festprogramm, Bildband, Bahnführer, Nostalgietermine, Destination Mariazellerbahn, ...) zerredet wurden oder wie sich große Pläne (krasses Beispiel: Dampflokfahrt zum Ruinenkonzert) in Luft auflösten.

Die Zukunft der Mariazellerbahn

Alle bekannten Expertisen und Konzepte kamen bislang zu dem Schluß, daß die Mariazellerbahn an sich lebensfähig wäre. Bei der Podiumsdiskussion am 21. Nov. 1997 wurde in allen Beiträgen eine positive Meinung vertreten, die wirtschaftliche Bedeutung für ALLE Orte an der Strecke betont und die notwendige - auch politische - Unterstützung versprochen.

Mit dieser neuen Studie ändert sich das Bild leicht, den der mögliche Beitrag des Güterverkehr wurde weit nach unten korrigiert und - sehr deutlich beim Vortrag von DI Knoll zum Thema "Pfiffiger Schmalspurtourismus am Beispiel der Schweiz" herausgearbeitet - der Qualitätsabstand zu erfolgreichen Tourismusbahnen ist bereits beträchtlich. Damit liegt die bei einer offensiven Strategie aufzuwendende Investitionssumme wesentlich höher als bislang angenommen (und auch früher auf dieser Seite angeführt).
Auch wurde eindeutig festgehalten, daß der öffentliche Nahverkehr nirgends kostendeckend angeboten werden kann und dies auch allen Beteiligten bewußt ist, wichtig wäre eine Ertragsverbesserung!

Damit bleiben die Problemkreise und Vorhaben gleich:
  • Stärkung des Regionalverkehrs an der Talstrecke
  • bessere Angebote für Wanderer und Kurzurlauber an der Bergstrecke
     
  • Angebot von Tourismuszügen auf der Gesamtstrecke, auch in Verbindung mit Nostalgiefahrten
     
  • Wiederaufnahme des Güterverkehrs, wenn möglich bis Gußwerk (allerdings mit niederer Priorität)

In den vielen Besprechungen, aber auch in Einzelgesprächen, wurde immer wieder festgestellt, daß der am schnellsten und mit den geringsten Kosten gangbare Weg, die Forcierung des Bahntourismus, von den zuständigen Stellen (und das sind nicht der/die Betreiber) nur unzureichend oder überhaupt nicht unterstützt wird (das erhebliche Investitionen zur Qualitätserhöhung notwendig sind bedeutet ja nicht, das Fahrten mit der Mariazellerbahn heute nicht zu verkaufen sind!).

Von den offiziellen Tourismusstellen wird immer wieder - fast schon krampfhaft - irgend etwas Neues gesucht, um dem laufenden Sinken der Nächtigungszahlen in unserer Region entgegenzuwirken (das bejubelte Nächtigungsplus stammt ja "nur" vom Steinschalerhof, alle anderen Betriebe stagnieren), das vorhandene Potential (und damit ist nicht nur der Bahntourismus gemeint) wird aber ignoriert.

Wo bleibt den auf einmal die ARGE Bahn, die über Jahre hinweg eine Koordinierung der einzelnen Termine versuchte, wo gibt es einen Hinweis zu den Bahnen auf den offiziellen Tourismus-Seiten von NÖ?

Marktingstudien sind ja vielleicht ganz wichtig, aber wo bleibt die konkrete Vermarktung und ein gezielter Verkauf?

Schlußbemerkung der Initiative 100 Jahre Mariazellerbahn

Nach den 100-Jahr-Feiern wird es Zeit, ein Resüme zu ziehen und meine Zielvorstellungen neu zu bestimmen.

Einige Hinweise für alle, die diese Seiten schon von früher kennen:
- nur mehr wenige Logos auf der ersten Seite, warum wohl?
- Umstellung von "uns" auf "ich", warum wohl?
- fast keine Hinweise mehr auf meine Heimat, das Pielachtal, warum wohl?

Nach den Erfahrungen des letzten Jahres gibt es bis auf weiteres auch keine gemeinsamen Veranstaltungen mehr mit den bisherigen Partnern. Es geht ja wohl nicht an, daß meine Ideen immer wieder als hirnrissig bezeichnet werden, dann aber still und leise als eigene Ideen verkauft werden, teilweise aber in einem anderen Zusammenhang oder bei einer anderen Bahnstrecke.

Pssst! - eine Region schläft - bitte nicht wecken!
erledigt wurde:
Kontakt mit möglichst vielen Eisenbahnfreunden und auch zu offiziellen Stellen
Die Mariazellerbahn ist inzwischen eine der meistbeschriebenen Bahnen im deutschsprachigen Web, dabei reicht der Bogen von "klassischen" Eisenbahnseiten über Mundartgedichte bis zu reinen Fotoseiten.
wo bin ich gescheitert:
Bei dem Versuch, eine lupenreine Jubiläumsfeier zumindest zu initiieren
Bei der Schaffung einer breiteren Basis für die Feier, es konnten keine neuen Gewerbebetriebe, Gemeinden oder Vereine zur Mitarbeit gewonnen werden, gelungen ist hier nur eine stärkere Verknüpfung der bereits tätigen Initiativen.
Für die dringend erforderliche Neuauflage / Neugestaltung eines kleinen, für den Gast kostenlosen, Bahnführer zur Mariazellerbahn konnte keine Unterstützung gefunden werden.
Die Idee eines Fotowettbewerbes wurde zwar allseits begrüßt, aber dann doch lieber die vorhandenen Bilder weiterverwendet.

Dies trifft mich nicht besonders, da mit Peter Neuhauser und Peter Bluma ausgezeichnete Fotografen mitarbeiten und auch aus dem Web sehr schöne Bilder kommen (J. Sturm, Ortner, Schindler).

Starke Präsentation der E-Lok 1099 in allen Medien, samt Eintragung ins Guiness-Buch der Rekorde.

Hier gilt wohl das Motto: "Gut Ding braucht Weile"

Für einen der Tourismusverbände sind rund 3000 verschieden bemalte Ostereier interessanter :-(
Zusammenstellung sortenreiner Züge
Durch die Umlaufpläne und (angeblich) vielen Ausfälle sind heute bei fast allen Zügen die Waggons in den unterschiedlichsten Farben gemischt, vom alten braun über das gefällige rot / sand bzw. dem neulackierten Tohuwabohu bis zu den bunten Waggons.

Bild für den uninformierten Betrachter: tiefste Nebenbahn pur
Motiv für einen Eisenbahnfreund: NULL

Es ist allgemein bekannt, daß die in Fahrtrichtung rechts gelegenen Sitzplätze eine schönere Aussicht bieten, ja nur gibt es auf dieser Seite wegen des WC ein Fenster weniger!
Zusammenarbeit mit der Lokerhaltung Mh.6
Die Ziele dieser für den Erhalt und die Renovierung der Mh.6 so wichtigen Gruppe ist mir auch nach einem Jahr schleierhaft, auf der einen Seite wünschen sie die Unterstützung, dann kommen aber die Beschwerden (mehrfach vorgebracht), daß sie 1998 so oft fahren müssen.
Eisenbahner und Vermarktung: offensichtlich eine Geschichte voller Mißverständnisse
offen bleibt daher vorerst:
Stärkere Positionierung unserer Region als das Nostalgie- und Dampflokzentrum im Osten von Österreich
Starke Präsentation der E-Lok 1099 in allen Medien, samt Eintragung ins Guiness-Buch der Rekorde
Vielleicht schaffen "wir" endlich auch ein aussagekräftiges Logo für die Mariazellerbahn, nach 100 Jahren hätte sie es wohl verdient
Neuauflage eines Bahnführer zur Mariazellerbahn
Herausgabe eines Fotobandes und einer CD-ROM zur Mariazellerbahn
Rettung des Teilstückes Ruprechtshofen - Wieselburg vor der Demontage
 

 


Die Ziele wurden also allgemeiner, während vorerst für mich eine touristisch interessante 100-Jahr-Feier im Vordergrund stand, also mit Lokparade, Pendelfahrten, Fotowettbewerb, ländliches Kulturgut, usw., liegen heute meine Ziele mehr bei der Unterstützung von Einzelaktivitäten, die insgesamt die Mariazellerbahn stärker als Attraktion darstellen.

Ein Schwerpunkt liegt bei der Forcierung von Fahrten in Sonderwagen aus St. Pölten und dem Pielachtal über die Bergstrecke, das dahinterliegende Konzept wird derzeit intensiv besprochen.

Maßgeblichen Einfluß auf diese Neuorientierung hatten die beiden Vorträge der Brüder Vohla, die Podiumsdiskussion im Herbst 1997 und die Supervisionsstudie der Infora, hier speziell der Vortrag von DI Knoll, NÖVOG, am 27. Juni.

Spezieller Ansatzpunkt sind weiterhin die regionalen Tourismusverbände, die offensichtlich den touristischen Wert der Mariazellerbahn noch nicht begriffen haben, hier will und werde ich verstärkt Überzeugungsarbeit leisten.

Und wann sind Sie zuletzt mit der Mariazellerbahn gefahren?